Medien in der frühen Kindheit

Zuerst basal, dann analog, dann erst digital

Sollten wir unsere Kinder schon früh an Bildschirmmedien gewöhnen, damit sie rechtzeitig geschult sind und später kompetent damit umgehen können?

Gibt es ein gutes Medienkonzept für den Kindergarten?

Die Antwort der Entwicklungspsychologen, Ärzte, Neurobiologen ist eindeutig: Medienabstinenz in der frühen Kindheit führt zu späterer Medienkompetenz (so fasst der erfahrene Medienpädagoge E. Hübner die Ergebnisse der Forschung zusammen)

Das bedeutet: Weglassen der Bildschirmmedien zugunsten der unteren, der basalen Sinne, der sensomotorischen Integration und Gehirnentwicklung. Die Kinder müssen zunächst mit allen Sinnen aufwachen (Goethe), sich selbst und ihre Umwelt direkt, unmittelbar erleben und entdecken. Nur so können sie das Instrumentarium wirklich ausbilden, den Schatz an Erfahrungen sammeln, um dann eine virtuelle Realität begreifen und einordnen zu können!

G. Teuchert – Noodt beschreibt die zu frühe Beschäftigung mit digitalen Medien als einen „Cyberangriff auf das Gehirn“ des Kleinkindes. Ich vergleiche es mit dem zu frühen Auf – die – Beine – stellen: Das Knochengerüst ist noch nicht stark genug, auch nicht die Muskulatur, die Beinchen verformen sich, wachsen krumm. Daher: Alles zu seiner Zeit! Gesunde Entwicklung geschieht nicht auf der Überholspur!

Eine gute Zusammenfassung aktueller Forschung findet sich in der Schrift: Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter, Wittener Kolloquium, herausgegeben von J. Weinzirl u.a..

Konkrete Handlungsoptionen in der aktuellen Schrift Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt, der Diagnose-Funk e.V.

Und beides zusammen in meinem Vortrag oder der Fortbildung zum Thema.